Hier finden Sie das vorläufige Programm zur ¡muestra! 2010 als PDF zum Download.
Von Donnerstag bis Sonntag werden sorgfältig ausgewählte Filme im Scharfrichterkino gezeigt, dazu gibt es ein interessantes Rahmenprogramm.
Außerdem stehen Filmbeschreibungen zum Download im pdf-Format zur Verfügung:


vorläufiges Programm 2010

Filmbeschreibungen Spielfilme und Dokumentationen 2010


WICHTIG: ALLE FILME IN ORIGINALSPRACHE
       (also Spanisch/Portugiesisch)
ABER MIT DEUTSCHEN ODER ENGLISCHEN 

        UNTERTITELN!!!


FRIDA, Naturaleza Viva    (Mexiko) 

 
Basierend auf dem Leben der mexikanischen
Malerin Frida Kahlo. Der Film zeigt einzelne
Passagen des Werdegangs der Künstlerin –
von ihrer Kindheit bis zu ihrem Tod – und setzt
dies in poetischen Bildern um. Behandelt
werden, neben weiteren herausragenden
Momenten, die Beziehung zu ihrem Vater
Guillermo Kahlo, ihrem Ehemann Diego Rivera,
dem Exilanten Leo Trotzki, dem Maler David
Alfaro Siqueiros sowie ihre bisexuellen
Beziehungen, ihre Privatangelegenheiten, die
Beziehung zu ihrer Schwester Cristina, die sich
zu einem Gesamtporträt der bekanntesten und
meist geschätzten Malerin Lateinamerikas
zusammensetzen.


Gigante    (Uruguay)

Der schüchterne Jara arbeitet als Wachmann in
einem Supermarkt. Etwas verloren sitzt er dort
vor seinen Monitoren, löst Kreuzworträtsel und
lässt die Mitarbeiter mit kleinen Diebstählen
davonkommen. Eines Nachts erblickt er auf
dem Bildschirm die Reinigungskraft Julia,
und plötzlich gerät seinregelmäßiger Lebenstakt 
aus dem Gleichgewicht.
Doch Jara traut sicht nicht, den ersten Schritt zu
tun und macht stattdessen erstaunlich viele – er
beginnt, Julia nach Dienstschluss zu folgen.
Gebannt vom Bild der Schönen wird er zu ihrem
heimlichen und unbelohnten Schutzengel. Doch dann                                                    
wird Julia entlassen, und Jara muss sich entscheiden –
seine Sehnsucht aufzugeben oder sich ihr zu stellen.


La isla – Archive einer Tragödie    (Guatemala)

Armee und Polizei verschleppen und ermorden
in Guatemala Ende des 20. Jahrhunderts
hunderttausende Menschen. Doch dieser
beispiellose Völkermord in der jüngeren
Geschichte Amerikas bleibt ungesühnt. Ein
System von Terror und Straflosigkeit setzt bis
heute auf Schweigen und Mangel an Beweisen

Doch im Jahre 2005 wird nach einer gewaltigen
Explosion in der Hauptstadt von Guatemala
zufällig das geheime Archiv der Nationalpolizei
gefunden. Auf dem Gelände der heutigen
Polizeischule lag früher die Insel, ein geheimes
Gefängnis gefürchteter Kommandos der Policia
Nacional. Und hier tauchen jetzt Millionen
Dokumente auf. Der Regisseur ist der bisher
einzige Filmemacher, der in diesem Archiv
drehen durfte. Es gelingt ihm, mittels einer
außergewöhnlichen visuellen und emotionalen
Interaktion die Geschichte einer Tragödie
nachzuzeichnen und Beweise für unfassbare
Verbrechen zu finden. Er portraitiert außerdem
eine junge Generation von Mitarbeitern, die sic
vom Würgegriff der unaufgearbeiteten
Geschichte befreien will.

Der Regisseur Uli Stelzner wird persönlich an
der Filmvorführung teilnehmen und steht im
Anschluss daran für ein Filmgespräch zur
Verfügung.


Una película de huevos    (Mexiko)

Toto ist ein cleveres und sympathisches kleines
Hühnerei, das seiner Mutter vom Farmer aus dem
Nest gestohlen wurde, um im Supermarkt verkauft
zu werden. Entschlossen, nicht auf dem
Frühstücksteller zu enden sondern sich in ein
großes Huhn zu verwandeln und friedlich auf einer
Farm zu leben, schließt er sich einer Gruppe von
Rebellen an, um aus der Küche zu flüchten.
Der Fluchtplan misslingt jedoch und Toto bleibt
zurück. Nur sein Freund Willy und der Bacon-
Sreifen Tocino sind noch übrig, um ihn auf seiner
abenteuerlichen Reise zu der “Farm der großen
Hühner” zu begleiten.


La nana – Die Perle    (Chile)


Nach 23 Jahren als Haushälterin der Familie
Valdez hat sich Raquel (Catalina Saavedra)
ihren festen Platz in der Familie erobert. Doch
der große Haushalt und die zunehmenden
Auseinandersetzungen mit der ältesten Tochter
Camila bringen Raquel an den Rand ihrer
Kräfte. Um sie zu entlasten, stellt die Familie ein
zusätzliches Hausmädchen ein. Raquel fühlt
sich verdrängt und versucht mit allen Mitteln,
„ihr Haus“ und „ihre Familie“ zu verteidigen und
vertreibt die vermeintlichen Konkurentinnen.
Als Raquel erneut einen Schwächeanfall
erleidet, stellt die Familie Lucy (Mariana Loyola)
ein. Alles wird anders, denn durch die
lebensfrohe Lucy erfährt Raquel erstmals in
ihrem Leben Freundschaft und Zuneigung.


Los últimos Zapatistas, héroes olvidados    (Mexiko)

Im Jahr 2000 begann Francesco Taboada
Tabone Nachforschungen anzustellen, um die
letzten Soldaten ausfindig zu machen, die
während der Revolution 1910 an der Seite von
General Emiliano Zapata gekämpft hatten.
Fast 100 Jahre nach jener Revolution sprechen
die Überlebenden der legendären
“Befreiungsarmee im Süden” (“Ejército
Libertador del Sur”) von einer Wahrheit, die in
keinem Buch auftaucht – Frauen und Männer,
die zum letzten Mal ihre Stimme erheben und
im Rahmen der Dokumentation ein
unschätzbares Zeugnis für Mexiko und die
gesamte Welt abgeben.


Pancho Villa, la revolución no ha terminado.    (Mexiko)


In den frühen Morgenstunden des 16. März
1916 marschierte Pancho Villa in das Dorf
Columbus ein und startete somit die erste durch
ein lateinamerikanisches Heer ausgeführte
Invasion auf us-amerikanischem Territorium. An
genau diesem Tag wurde in Durango ein Junge
namens Ernesto Villa Ramírez geboren, der
stolze Sohn des Generals Francisco Villa.
Als der Caudillo starb, nahm seine Mutter
Ernesto mit in die USA und sagte ihm: “Erzähle
niemals wer dein Vater ist, denn sonst töten sie
uns.” 83 Jahre später kehrt der alte Ernesto auf
mexikanischen Boden zurück um
herauszufinden, dass sein Vater heute eine der
moralischen Leitfiguren der Bauern Mexikos
und ein Nationalheld geworden ist.
Die Geschichte Pancho Villas, erzählt von
jenen, die ihn kannten.


¡Que viva México! - Unter Mexikos Sonne (Eröffnungsfilm aus Mexiko))

Ein Film in vier Teilen, mit einem Prolog und
einem Epilog. Der Prolog zeigt allegorische
Bilder des präkolumbischen Mexiko. Der Teil mit
dem Titel “Sandunga” stellt die Vorbereitungen
einer indigenen Hochzeit in Tehuantepec dar.
“Fiesta” beschreibt das Stierkampfritual,
während “Maguey” die Tragödie eines Bauern
zeigt, der getötet wird, weil er sich gegen seinen
Herren auflehnt. “Soldadera” (nicht gefilmter
Teil) hätte die Opfer der revolutionären Frauen
darstellen sollen. Der Epilog, mit dem Titel “Día
de los muertos” widmet sich dem Synkretismus
der verschiedenen Vorstellungen, die in Mexiko
rund um das Thema Tod vorherrschen.


Salve Geral    (Brasilien)

Am Muttertag 2006 ist Sao Paolo im
Ausnahmezustand: Polizeiattacken, brennende
Busse, Anschläge auf Shopping Center,
Bombendrohungen in Metrostationen und Flughäfen
bestimmen das Stadtbild. Die Anführer dieser Aktion
ist das „Comando“, eine mächtige kriminelle
Organisation.
Mitten in diesem Chaos befindet sich die Witwe
Lucia, eine Klavierlehrerin aus der Mittelklasse, die
finanzielle Schwierigkeiten hat und einer Mission
folgt: den Sohn aus dem Gefängnis zu holen.
Während einer ihrer Gefängnisbesuche lernt Lucia
die Anwältin des „Professors“, dem Leader des
Comandos kennen. Die beiden fühlen sich spontan
verbunden. Ruiva, die Anwältin, benutzt Lucia von
nun an für Aufgaben, die mit ihrer Organisation
verbunden sind. Da Lucia das Geld braucht
akzeptiert sie die Aufgaben, die an der Grenze der
Illegalität liegen.
Zur gleichen Zeit ist das Comando von einem
internen Machtkampf gebeutelt und sie müssen sich
mit einem ungewöhnlichen Feind
auseinandersetzen: dem Strafsystem. Die Krise
zwischen den Gefangenen und der
Gefängnisstruktur spitzt sich zu, als der Staat
plötzlich Hunderte von Gefangenen in ein
Hochsicherheitsgefängnis im Landesinneren von
Sao Paolo bringt.


Saneamento básico    (Brasilien)

Die Bewohner von Linha Cristal, einem kleinen
Dorf in der Serra Gaucha, benötigen dringend
eine Abflussgrube für die Kanalisation in ihrem
Ort. Die Dorfverwaltung ist sich zwar der
misslichen Lage bewusst, verfügt jedoch nicht
über die nötigen finanziellen Mittel, um die
Bauarbeiten durchzuführen. Marina, eine
Bewohnerin des Dorfes, findet jedoch heraus,
dass stattdessen öffentliche Mittel für die
Produktion eines fiktiven Films zur Verfügung
gestellt werden. Sie beschließt, die Gelegenheit
zu nutzen und mit Hilfe einiger Freunde ein
Drehbuch über ein gräßliches Monster zu
schreiben, das in der Kanalisation lebt, um
anschließend das Geld für den Bau der
Abflussgrube bereitstellen zu können. Was sie
nicht erwartet hätten, ist dass die Produktion
des Videos sich immer komplexer und
spannender gestaltet.


Sin nombre    (Mexiko)

Gewalt gehört zum Alltag von Casper: Als Mitglied
der brutalen Gang Mara Salvatrucha führt er ein
Leben auf der Überholspur – Abbremsen
unmöglich. Als sich die Ereignisse überschlagen,
trifft Casper eine folgenschwere Entscheidung
und flieht aus den Fängen der Gang. Auch Sayra
sehnt sich nach einer besseren Zukunft und kehrt
hrer Heimat den Rücken. Das Schicksal führt sie
mit Casper in dem Moment zusammen, in dem er
sich entscheidet, Sayra zu retten und dafür sein
eigenes Leben zu riskieren. Gemeinsam stürzen
sich die beiden in ein gefährliches Abenteuer.
Mutig steht Sayra Casper auf der Flucht vor der
Mara zur Seite, während sie durch die
mexikanische Landschaft der Hoffnung auf ein
neues Leben entgegenfahren …


Dieses Programm wird wesentlich unterstützt von:

                             Instituto Cervantes Munich









Programm 2009
, Filmbeschreibungen 2009